Auszug aus Teil 4: Geschäfts- und Investitiosbedingungen

Hinweis: Diese Leseprobe stammt aus der Auflage 2007 - Eine aktuelle Leseprobe können Sie hier als PDF ansehen/herunterladen.

1. Die Investitionsbedingungen Costa Ricas im internationalen Vergleich:

Insgesamt bietet Costa Rica aufgrund seiner politischen und wirtschaftlichen Stabilität sowie der gut ausgebildeten Arbeitskräfte ein gesundes Investitionsklima. Beim Growth Competitiveness Index des World Economic Forum lag Costa Rica im Jahre 2004 auf Rang 50 von 104 Ländern und somit nach Chile und Mexiko an dritter Stelle in Lateinamerika. Handlungsbedarf besteht bei der Verbesserung der institutionellen Leistungsfähigkeit, in der Effizienzsteigerung der öffentlichen Verwaltung sowie in der Modernisierung der staatlichen Infrastruktur. Die Korruption in Costa Rica ist trotz der Ende 2004 bekannt gewordenen Korruptionsskandale, in die ehemalige Präsidenten verwickelt sind, im lateinamerikanischen Vergleich niedrig (nur Chile hat bessere Werte). Auch bei der Rechtssicherheit und anderen Indikatoren kann sich Costa Rica auf den oberen Rängen Lateinamerikas behaupten. Die Regulierung des Eigentumserwerbs und Eigentumsrechte sind angemessen definiert. Die Tiefe des Finanzsystems liegt im regionalen Durchschnitt. Das Aufsichtssystem ist effektiv und bereits weitgehend Baselkonform.

Für viele Deutsche liegt Lateinamerika und insbesondere auch Costa Rica für ein finanzielles Engagement noch in weiter Ferne. Viele dieser Länder werden im Volksmund immer noch als "Bananenrepubliken" angesehen, sind Sinnbild für politisches und wirtschaftliches Chaos. "Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei"!

Die Mercosur-Länder und bedeutsame Märkte wie Mexiko prägen heute demokratische Strukturen, ebenso wie Costa Rica, die das Vertrauen in eine dauerhafte politische und wirtschaftliche Stabilität verdienen. Dagegen mögen deutsche Investoren einwenden, dass die Korruption in den Ländern Lateinamerikas immer noch unerträglich hoch ist. Wer jedoch solche Argumente gelten lässt, sollte sein Glück vielleicht eher in Osteuropa suchen und wird feststellen, dass auch dort Korruption kein Fremdwort ist. Obwohl beispielsweise Russland, Tschechien und Ungarn, geografisch näher an Deutschland liegen, bieten lateinamerikanische Länder interessantere Märkte mit sehr viel mehr Freiraum für wirtschaftliche Aktivitäten gegenüber Osteuropa.

In Lateinamerika leben heute eine halbe Milliarde Menschen. Sie erwirtschaften ein Bruttoinlandsprodukt, das das von China, Indien, Indonesien und Russland zusammengenommen deutlich übersteigt. In den vergangenen Jahren haben diese Länder einen richtigen Ansturm an Investoren erlebt (USA 43%), ausgelöst durch die Privatisierungswellen und Freihandelsverträge, die zahlreiche Handels- und Industriebetriebe dieser Region erfassten. Viele Regierungen verkauften außerdem die staatlichen Minen und die Wasserwerke und eröffneten den freien Wettbewerb in der Elektrizitäts- und Telekommunikationsbranche. In Costa Rica ist in absehbarer Zeit mit der Privatisierung der Telekommunikations-, Elektrizitäts- und Versicherungsbranche zu rechnen.

Dass die Deutschen in Lateinamerika seit dem Jahre 1997 an Boden verlieren und den Markt unterschätzen, kommt nun den internationalen und vor allem den US-amerikanischen Investoren zugute.

Inflationsraten...

Lesen sie bitte weiter im Buch Investitions- und Immobilienratgeber Costa Rica